Eisklettern
Eiskletterer besteigen gefrorene Wasserfälle und spiegelglatte Bergklippen. Diese Sportart ist also wirklich nur für die ganz Hartgesottenen geeignet.
Entstanden ist dieser Extremsport in den schottischen Highlands, wo die Highlander bereits zur Jahrhundertwende die Küstenfelsen bestiegen, die in den Wintermonaten vereist und rutschig waren. Von dort breitete sich das Eisklettern immer weiter aus und gelangte in den 60er Jahren auch nach Deutschland, wo es seitdem ein beliebter Abenteuersport ist.
Die Gefahr besteht dabei vor allem dadurch, dass sich die Oberfläche im Laufe des Tages verändert, da das Eis von der Sonne erwärmt wird. Dadurch können ganze Eisplatten weg- brechen, was tödliche Unfälle nach sich ziehen kann. Jahrelange Erfahrung im alpinen Klettern und viel Übung sind daher unerlässlich. Die neuesten Trends in diesem Bereich sind das Klettern an senkrechten oder überhängenden Wasserfällen oder Eiszapfen, was besonders viel Mut erfordert.
Die besten Gebiete zum Eisklettern
Auch zum Eisklettern gibt es viele schöne Gebiete. Eine besonders schöne Kulisse bilden die Wasserfälle bei Pontresina in der Schweiz mit Blick auf Piz Palü und Piz Bernina. In Pontresina fand 2009 bereits zum zweiten Mal das Ice Climbing Festival statt. Dort befindet sich auch die künstlich angelegte Diavolezza-Route, mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen, die auch einen Übungshang für Anfänger beinhaltet.
Rjukan ist nur eines der zahlreichen Kletter-Gebiete in Norwegen, das bereits innerhalb von 15 km ca. 170 Eisfälle zum Besteigen aufweist!
Auch Chamonix in Frankreich bietet viele Highlights für Eiskletterer.